Ein besonderer musikalischer Tag erwartete den Schulchor des Albertus-Magnus-Gymnasiums am 14. März 2025, als die Schülerinnen und Schüler zur Hochschule für Musik Trossingen aufbrachen. Die Vorfreude war groß, denn es stand nicht nur eine intensive Probenphase mit Konzert an, sondern auch die Begegnung mit anderen Chören im Rahmen eines Projektes des Bundesschulmusikchores. Der Bundesschulmusikchor (BSMC) besteht aus Studierenden aus ganz Deutschland, die Musiklehrer werden wollen. Für diesen Tag hatten Organisatoren des BSMCs verschiedene Schulchöre in die Musikhochschule eingeladen. Neben dem Schulchor des AMGs waren auch der Chor des Gymnasiums Trossingen und der Chor der Rudolf-Steiner-Schule Villingen-Schwenningen vertreten. Auch drei Grundschulen bereicherten das Projekt mit ihren eigenen Beiträgen, während die weiterführenden Schulen gemeinsam musizierten. Mit knapp 60 Teilnehmenden stellte der AMG-Chor die größte Gruppe unter den weiterführenden Schulen dar.
Schon der erste Schritt in den eleganten Konzertsaal der Hochschule war für viele Schülerinnen und Schüler ein beeindruckender Moment. Nach einer herzlichen Begrüßung begann das gemeinsame Einsingen, das schnell eine Atmosphäre der Zusammengehörigkeit schuf. Die anschließenden Stimmproben boten eine besondere Herausforderung: Die Jugendlichen wurden schulübergreifend in Gruppen aufgeteilt, um in neuer Konstellation ihre Stimmen zu üben. Erst danach fanden sich die einzelnen Schulchöre wieder zusammen, um die Stücke weiter zu verfeinern. Die Proben wurden von Studierenden des Bundesschulmusikchores geleitet, die dadurch wertvolle Erfahrung im Anleiten von Schulchören sammeln konnten.
Der Höhepunkt des Tages war das Konzert am Mittag, zu dem auch zahlreiche Eltern kamen. Die Jüngsten eröffneten den musikalischen Reigen: Jede Grundschule präsentierte zunächst ein eigenes Lied, bevor alle gemeinsam ein Quodlibet anstimmten. Danach sorgte der Bundesschulmusikchor unter der Leitung von Professor Michael Alber für einen besonderen Moment, indem er ein Stück aus seinem Konzertprogramm vortrug – eine beeindruckende Demonstration professionellen Chorgesangs. Dann gehörte die Bühne den weiterführenden Schulen. Mit dem beschwingten Kanon „Spring, Spring, Spring“ stimmten sie das Publikum ein, bevor sie mit „Hymne à la nuit“ von Jean-Philippe Rameau eine feierliche Klangwelt eröffneten, die viele aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ kannten. Den Abschluss bildete das afrikanische Lied „Siyahamba“, das sowohl in Zulu als auch in Englisch erklang. Sprachlich war das Repertoire dieses Tages also ausgesprochen vielfältig – kein Problem für unsere sprachaffinen Schülerinnen und Schüler. Als krönendes Finale versammelten sich die über 200 Teilnehmenden erneut auf der Bühne, um gemeinsam eine sechsstimmige Version von „Siyahamba“ zu präsentieren. Das Zusammenspiel aus Grundschulen, weiterführenden Schulen und dem Bundesschulmusikchor ließ eine beeindruckende Klangfülle entstehen, die nicht nur akustisch, sondern auch visuell ein unvergessliches Erlebnis war.
Der Chortag war mehr als eine musikalische Veranstaltung – er war ein Begegnungsort, an dem sich Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen und Schulen auf Augenhöhe begegneten. Der Austausch und das gemeinsame Singen schufen Verbindungen, die über den Tag hinaus in Erinnerung bleiben werden.