Strasbourg2019

„Bonjour Strasbourg!“ hieß es kurz vor Weihnachten für die Schülerinnen der Kursstufe Französisch des Albertus-Magnus-Gymnasiums begleitet von ihren Lehrerinnen Jutta Dönmez und Friederike Mezger. Zunächst ging es mit dem Auto zum Bahnhof nach Alpirsbach und von dort aus mit dem Zug über Offenburg nach Kehl, wo die Gruppe leider feststellen musste, dass die Franzosen mal wieder einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachgingen, dem Streik. Also machten sie sich auf zur „tram", die sie über die Grenze nach Straßburg brachte. Nach einem Gruppenbild vor dem Straßburger Münster durfte in Kleingruppen ausgeschwärmt und die Köstlichkeiten des Straßburger Weihnachtsmarkts kennengelernt werden. Von Maronen, Lebkuchen, Crêpes, „maccarons“, „des Noanneles“ und dem „vin chaud“ bis hin zu Socken und diverser anderer Souvenirs gab es in der Stadt von Weihnachten, wie sich Straßburg derzeit zu recht nennt, eine große Auswahl. Frisch gestärkt stand nachmittags die Besichtigung des beeindruckenden Straßburger Münster, das im gotischen Stil erbaut wurde, auf dem Programm. Anschließend ging es weiter zum Kléberplatz, wo eine Eislaufbahn und ein riesiger Weihnachtsbaum warteten. Im „Fnac", einer immensen Buchhandlung mit verschiedensten elektronischen Medien, verloren sich einige Bücherwürmer. Um mit waschechten Franzosen ins Gespräch zu kommen, hatten die Schülerinnen die Aufgabe, ein „sondage“, eine Umfrage, durchzuführen über die Themen „les jeunes et la famille, l’amitié et leur vie virtuelle“ (Jugendliche und Familie, Freundschaft und ihr virtuelles Leben). Aus den vielen Antworten ergab sich zum Beispiel, dass einige französische Jugendliche 1h bis 1h 30 min. täglich im Internet surfen und die Ehrlichkeit, das Vertrauen und das Zuhören für sie die wichtigsten Werte einer Freundschaft ausmachen. Auch stellte sich heraus, dass sie auf dem Weihnachtsmarkt am liebsten Crêpes , Brezeln ;-) und „bredele" essen. Besonders überraschend war das französische Wort „bredele“ und wie beliebt diese im Elsass sind. Nachdem die Umfrage und damit der Pflichtteil der Exkursion beendet war, durfte die Zeit bis zur Abfahrt genutzt werden, um noch weitere schöne Ecken in Straßburg, die wundervolle Lichterdekoration der verschiedenen Weihnachtsmärkte – insgesamt gab es 12 - sowie kleinere Stadtteile, unter anderem „la petite France“, zu bestaunen. Ein letztes Getränk, die letzten Souvenirs und schon hieß es: „Au revoir!“ Aus der „tram" ausgestiegen und zurück in Kehl war Wartezeit auf den nächsten Zug angesagt. Zufälligerweise lag direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein kleines Café mit dem passenden Namen „voyage“, wo der Tag bei Tee oder heißer Schokolade ausklang. Müde, aber glücklich über den tollen Tag zurück in Rottweil angekommen, hatten die Schülerinnen der Kursstufe eine erfahrungsreiche Exkursion erlebt und die Möglichkeit genutzt, nicht nur ihre Französischkenntnisse einem Alltagstest zu unterziehen und neues Vokabular zu lernen, sondern sich auch vom weihnachtlichen Straßburg verzaubern zu lassen.