Trier2017
Fünf Jahre Lateinunterricht liegt hinter ihnen: Zeit genug für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10, sich ein fundiertes Bild von der Sprache und Lebenswelt der Römer gemacht zu haben. Zumal in Rottweil die römische Vergangenheit ja wirklich zum Greifen nah ist. Und daher gehörte zur Reisevorbereitung der Exkursion nach Trier auch nicht nur eine entsprechende Unterrichtseinheit, sondern auch ein Besuch bei Martina Myer im Dominikanerforum. Nachdem auf diese Weise die Vorstellungen vom Leben der Römer in der Provinz vertieft waren, ging es am Freitag, dem 7.7.2017 endlich los: Gemeinsam mit ihren Lehrern, Ulrike Dörr (Lateinlehrerin der Klassen 10 a und b sowie Initiatorin der Fahrt), Julia Burger, Carsten Lodderstedt und Joachim Pilarecyk starten 50 hochmotivierte Römerexperten nach der 6. Stunde ihre Exkursion in das Trier der Römer. Nach einer ersten Erkundung der Stadt am Freitag abend, wurden die Schüler am Samstag von Togati durch die Stadt geführt und ließen sich die Porta Nigra, die Konstantinbasilika und die Kaiserthermen erklären. Am Nachmittag stand eine zweistündige Schifffahrt auf der Mosel auf dem Programm, während der die Schülerinnen und Schüler Informationen zu beiden Moselufern bekamen und einen anschaulichen Eindruck von der Römerbrücke erhielten. Höhepunkt der Exkursion waren aber eindeutig die Besuche im Amphitheater und die Begegnung mit dem Gladiator Valerius, der mitreißend von seiner Gladiatorenschule und seinen Kämpfen erzählte. Natürlich stand auch das Landesmuseum auf dem Programm so wie ein Besuch des Raumtheaters „Im Reich der Schatten“, in dem das Leben im römischen Trier an Hand des Totenkultes reflektiert wurde. Nach drei Tagen in Trier, die auch durch Besuche weiterer Museen und Themen ergänzt wurden, kehrten die neuen Trierexperten mit vielen Eindrücken und Impulsen spät in der Nacht wieder in Rottweil an. Inzwischen wurde die Fahrt fachgerecht evaluiert. 100 % der Teilnehmer bestätigten, dass diese Exkursion ihren Unterricht im Fach Latein hervorragend ergänzt hat. Die Schüler, die nun Latein in der Kursstufe fortsetzen, planen weitere Projekte: Als erstes werden Erlebnisführungen für die Klassen 5 durch das antike Rottweil vorbereitet. Denn so viel steht fest: Das Leben in der römischen Provinz, sei es Rottweil oder Trier, hatte mindestens so viel zu bieten wie die heutige Zeit: Sei es das Unterhaltungsprogramm, die Badekultur oder die Vielzahl politischer Intrigen, man muss sich nur hineinversetzen – und dann kann man auch durchaus stolz auf das Heimatstädtchen Rottweil sein – so sieht es zumindest Sebastian als Fazit der Exkursion.

Bericht von Raphael Weber, Klasse 10b sowie Ulrike Dörr, Lateinlehrerin / Jugendredaktion