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VerabschiedungHagelochSchlett2015Ein AMG ohne Frau Hageloch – das können wir uns nicht vorstellen – so fasst es eine der Barockdamen am Abend der Verabschiedung zusammen. Und auch ihre Kollegin Elke Schlett hat das pädagogische Geschehen nicht nur am AMG so geprägt, dass der Ruhestand kaum vorstellbar ist. So wurden beide auch im Rahmen eines sehr gelungenen und festlichen Abschiedsabends von allen Beteiligten der Schulgemeinschaft gewürdigt. Eine musikalische Einlage durch Schülerinnen des AMG leitete das festliche Programm ein. Die Schulleiterin des AMG, Frau Edeltraud Voß-Soballa, ließ in einer sehr herzlichen Rede nochmals die besonderen Verdienste beider Kolleginnen revuepassieren: Frau Elke Schlett absolvierte nach Abschluss ihres Studiums Biologie und Sport ihre Referendarzeit zuerst am Max-Planck-Gymnasium in Lahr, dann am Grimmelshausen-Gymnasium in Offenburg.
Nach dem 1. Staatsexamen trat sie ihre erste Stelle 1978 als Lehrerin am Gymnasium Oberndorf an. Ab 1984 bis zum Ende der Dienstzeit war sie zugleich Lehrbeauftragte für die Referendarausbildung im Fach Sport am Seminar Rottweil. 1985 wurde Elke Schlett ans Aufbau-Gymnasium versetzt. Sie führte dort viele Leistungskurse zum Abitur. Nach dessen Schließung unterrichtete sie 1989 am AMG. Insbesondere der Fachbereich Sport profitierte von ihrer Professionalität sowie Impulsen aus ihrer Seminartätigkeit. Wettbewerbe, Bundesjugendspiele und Sporttage – Elke Schlett war stets präsent. Und auch nach dem großen Abschiedsabend ließ sie es sich nicht nehmen, den Abschlusssporttag am AMG mitzugestalten.

Das AMG gehört auch fest zur Vita von Veronika Heckmann-Hageloch . Sie ist in Rottweil geboren und hat am AMG 1970 das Abitur abgelegt. Im Anschluss hat sie an der Kunstakadiemie Stuttgart Kunsterziehung und an der Universität Stuttgart Germanistik studiert. Außerdem studierte sie in Tübingen Kunstgeschichte, Katholische Theologie und Empirische Kulturwissenschaft. Nach der Referendarzeit in Pforzheim und am Seminar Karlsruhe unterrichtete sie ab 1978 am Hohenlohe-Gymnasium in Öhringen.
Seit 1983 war sie am AMG als Lehrerin für Kunst und Deutsch, im ersten Jahr gleich abgeordnet ans Aufbaugymnasium, um dort einen Leistungskurs Bildende Kunst zu führen. 1984 heiratete sie. 1985 und 1987 kamen die beiden Töchter zur Welt. Ihre eigene künstlerische Arbeit führte sie neben der Unterrichtstätigkeit fort - bis heute: Zum Abschied hat sie im Frühsommer 2015 für den Eingangsbereich des AMG ein wunderschönes Glasbild mit dem Titel „Zuversicht und Lebensfreude" geschaffen. Dieser Titel spiegelt mit Sicherheit auch ihr umfangreiches pädagogisches Wirken - nicht nur am AMG - wieder. Veronika Hageloch verstand es in faszinierender Weise jungen Menschen Bildung zu vermitteln. Ihr Engagement ist im ganzen Schulhaus sichtbar. Aber auch weit darüber hinaus. So beeindruckten beispielsweise die in ihrem Unterricht entstandenen Bilder zum Thema "Frühling auf der Insel Mainau" auch Gräfin Bernadotte und wurden im Palmenhaus der Mainau ausgestellt. An zahlreichen Wettbewerben hat sie mit ihren Schülerinnen und Schülern teilgenommen und immer wieder beachtliche Preise erhalten, z.B. beim Europäischen Wettbewerb und beim Wettbewerb des Landtags. Ihre Studienfahrten und Exkursionen dienten der Erweiterung und Vertiefung des Unterrichts: Sie führte die Schülerinnen und Schüler regelmäßig durch Rottweil, nach Freiburg, ins Vitra-Museum in Weil am Rhein und nach Basel. Sie war in Jagsthausen und auf den Spuren Mozarts in Salzburg. Ein besonderes Highlight waren die Fahrten nach Speyer. In Speyer waren jetzt nahezu alle Schüler, die zur Zeit am AMG sind. Es war ihr immer wichtig, den Bezug von Theorie und Praxis herzustellen. 
Ihr ganz besonderes Engagement galt dem Projekt "Mysterienspiel". Seit 1978 leitet sie dieses Projekt zuerst am Hohenlohe-Gymnasium Öhringen, dann ab 1991 am AMG. Sehr viele Gastspiele fanden statt: in der Partnerstadt Brugg, in Salzburg, in Brüssel, bei Katholikentagen und den Ökumenischen Kirchentagen. Das Projekt ist nicht nur ein klassennübergreifenden Schulprojekt, sondern auch ein Hagelochsches Familienunternehmen: Ihr Mann ist der Herrscher über Licht und Ton, auch die Töchter haben immer wieder mitgewirkt. Im Herbst stehen noch weitere Aufführungen an. 
Um dieses anspruchsvolle Programm zu gewährleisten nahm Veronika Hageloch an zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen teil, z.B. nahezu regelmäßig seit 1974, damals zum Thema "Kunst heute", an den Salzburger Hochschulwochen.1983 war sie zum Lehreraustausch in Budapest. Und auch im Sommer 2015 zählte sie wieder zu den Teilnehmern der Salzburger Hochschulwochen. So bleibt kein Zweifel: Veronika Hageloch wird auch künftig ihr Engagement in Sachen Kunst und Kultur in vollen Zügen entfalten. Für ihr langjähriges, herausragendes Engagement für das AMG erhielt Veronika Hageloch mit der Würdigung durch die Schulleiterin den Albertus-Magnus-Preis. Mit auf ihre Initiative hin wird dieser Preis zusammen mit einer Medaille von Egino Weinert von der Schule an die Schüler vergeben, die sich für die Schulgemeinschaft besonders verdient gemacht haben. Im Falle der Veronika Hageloch schloss die Schulleiterin jedoch ihre Rede mit den Worten: „Wenn jemand diese Medaille verdient hat, dann ist es Veronika Hageloch selbst". So festlich wie diese Würdigung verlief der großartige Abschiedsabend, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird. Nicht zuletzt, weil ja doch eine Ära zu Ende geht. Auch das Kollegium kann sich ein AMG ohne Veronika Hageloch und Elke Schlett nicht vorstellen.

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