Menü

Anmelden

Angemeldete Benutzer haben Zugriff auf den internen Bereich der Seite mit Sprechstunden, E-Mail-Adressen, usw.

Wie jede andere Schule auch verfügt das AMG über eine stattliche Anzahl von Medien. Da gibt es Bücher aus dem letzten Jahrhundert, die leider, von Säure zerfressen, allmählich zerfallen; unseren Audiobändern geht es nicht viel besser: Sie verkleben und reißen und werden so unbrauchbar; Ähnliches gilt für die Videobänder, auf denen immer öfter grauer Regen statt eindrucksvoller farbiger bewegter Bilder zu sehen ist. Dauerhafter scheinen die CDs, CD-Roms und DVDs, die jedoch, da sie aus Plastik gefertigt sind, in absehbarer Zeit zerbrechen und zerbröseln werden.

Anders steht es da mit unserem besonderen medialen Biotop an der Schule, wohl geschützt hinter eisernen Gittern und eisernen Türen, wohl temperiert und richtig befeuchtet das ganze Jahr über, nur wenigen zugänglich – und so dauerhafter als die zuvor erwähnten Medien. Manche dieser Medien befinden sich im Besitz der Schule seit über vierhundert Jahren - und sie leben immer noch:

Es sind natürlich Bücher, wunderschöne, wertvolle, aus handgeschöpftem Papier, sorgfältig in Leder gebunden, zuweilen aufwendig punziert, die, wollte man sie verkaufen, stolze Preise erlangen würden.

Aber der Marktwert stellt nicht den eigentlichen Wert dar: Die etwa 11 000 Bände der Alten Gymnasialbibliothek, von denen knapp die Hälfte etwa griechische und lateinische Werke darstellen, enthalten ein Wissen, das sicherlich in vielen Einzelzügen hoffnungslos überholt ist, aber sie enthalten auch Gedanken, die auf den verschiedensten Gebieten die Richtung angegeben haben, in welcher der menschliche Geist weiter gedacht und sich weiter entwickelt hat.

Wieso hat nun die Landesbibliothek in Stuttgart nicht schon längst die bibliophilen Kostbarkeiten vereinnahmt und in die Landeshauptstadt geschafft? Nun, besonders der Zweite Weltkrieg hat gezeigt, dass kleine Biotope, trotz Beschädigungen und Verluste, mehr Überlebenschancen besitzen als manch große Bibliothek. Und so darf das AMG immer noch stolz sein auf seine bedeutsamen Bücherschätze.

 

Go to top